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 Betreff des Beitrags: EDAFIL, PETROFIL, usw.
BeitragVerfasst: So 31. Okt 2010, 09:41 
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EDAFIL, PETROFIL, usw.

Wir haben ihn !

Nein, sie; denn es sind mehrere und unterschiedliche "Impfziegel".

Gefunden in einem gruseliegen Verlies angefüllt mit Bauschutt und im Staub der Jahrzehnte verborgen hinter jahrhunderte alten dicken Mauern in Dinkelsbühl.

Ausgegraben von einem unerschrockenen Team von WIRKLICHEN "Freunden von Raoul H. France und Annie France-Harrar" unter Leitung von Pierre France und Frau.

Gerettet kurz vor der Vernichtung durch die Müllentsorgung.

More to come. Stay tuned.


Die Grabräuber


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 Betreff des Beitrags: Re: EDAFIL, PETROFIL, usw.
BeitragVerfasst: So 31. Okt 2010, 09:55 
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Beiträge: 66
Grüß Euch,

Herzlichen Glückwunsch den Jägern des verlorenen Schatzes.

Jezt bleibt zu hoffen, daß er sich auch noch reanimieren läßt.

Herzliche Grüße Mannfred


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 Betreff des Beitrags: Re: EDAFIL, PETROFIL, usw.
BeitragVerfasst: Di 2. Nov 2010, 10:09 
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Registriert: Sa 31. Jul 2010, 20:22
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Ist das jetzt die Spannungskurve?

Bilder und mehr Fakten sind gewünscht! Sonst platzen wir noch. :lol:

Bernhard


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 Betreff des Beitrags: Re: EDAFIL, PETROFIL, usw.
BeitragVerfasst: Mi 3. Nov 2010, 08:40 
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Beiträge: 1208
Der Impfziegel Edafil

Bild

Da isser ..

Von der Sorte gibts 3 Schachteln.

Würde ja gern ein "Unboxing"-Video drehen damit es schön spannend wird, aber ich muß mich auf Bilder beschränken.

Schärfere Bilder von allen Seiten folgen ..


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 Betreff des Beitrags: Re: EDAFIL, PETROFIL, usw.
BeitragVerfasst: Mi 3. Nov 2010, 09:18 
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Wir sollten diese von einem Fachmann mikrobiologisch untersuchen lassen.

Viele Grüße
Bernhard


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 Betreff des Beitrags: Re: EDAFIL, PETROFIL, usw.
BeitragVerfasst: Mi 3. Nov 2010, 12:53 
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zaunreiter hat geschrieben:
Wir sollten diese von einem Fachmann mikrobiologisch untersuchen lassen.

Echt ?
Da müssen wir aber ebendieselben finden.

Aus meiner Gift-Schatulle mit Verhinderungsargumenten der Verhinderer:

Sinngemäß: "Wenn man mikrobiologische Untersuchungen macht, dann muß man wissen wonach man sucht, sonst wird man nie fündig."

Zwischen den Zeilen: Es gibt unendlich viel zu tun - lassen wir es sein.


In Gedanken: Ich hab selber was entwickelt und das ist besser.


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 Betreff des Beitrags: Re: EDAFIL, PETROFIL, usw.
BeitragVerfasst: Mi 3. Nov 2010, 15:13 
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Beiträge: 600
Du hast doch nicht was von dem Zeug probiert? :lol:

Oder anders: Wie bist Du denn drauf?

Ein paar Krümel unter das Mikroskop gelegt, sollte bereits reichlich Aufschluß geben.

Viele Grüße
Bernhard

PS: Ich habe im übrigen das erste Buch von Ewald erhalten - kein Wort über Francé wird darin verloren (1979).

Titel: Neuzeitliche Kompostbereitung Mehr undd besserer Humus- und Eigendünger nach neuesten Erfahrungen
Autor: Ewald Könemann

Ist das derselbe Könemann, der 1930 ff. anhand der Kenntnisse Francé's seine Kompostwirtschaft aufbaute? Ich werde wohl den antiquarischen Bestand bemühen müssen.


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 Betreff des Beitrags: Re: EDAFIL, PETROFIL, usw.
BeitragVerfasst: Mi 3. Nov 2010, 15:21 
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Registriert: Sa 31. Jul 2010, 20:22
Beiträge: 600
Winfried hat geschrieben:
Echt ?


Ehrlich.


Winfried hat geschrieben:
Da müssen wir aber ebendieselben finden.


Wollen wir eine Wette eingehen, daß ich es innerhalb von 24 Stunden schaffe, mindestens drei Labore aufzutun? :lol:


Winfried hat geschrieben:
"Wenn man mikrobiologische Untersuchungen macht, dann muß man wissen wonach man sucht, sonst wird man nie fündig."


Wir wissen was wir suchen. Als Erstes ist eine mikrobiologische Untersuchung unter dem Mikroskop notwendig.

a) Trockene Probe auf Zysten und Sporen untersuchen und bestimmen.
b) Aktivierte Probe auf enthaltene Lebewesen untersuchen und bestimmen. (Algen)
c) Kulturen auf verschiedenen Nährlösungen anlegen, hauptsächlich zur Bestimmung der Bakterien und Pilze.

Als Zweites ist notwendig zu untersuchen, aus welchem mineralischen Stoffen das Substrat besteht. Wie wir aus dem Patent wissen, besteht die Impfung aus a) den Organismen, b) dem Substrat und c) den richtigen Anteilen der Organismen zueinander. (Goldener Schnitt.)


Winfried hat geschrieben:
Zwischen den Zeilen: Es gibt unendlich viel zu tun - lassen wir es sein.


Langweilig! :D


Winfried hat geschrieben:
In Gedanken: Ich hab selber was entwickelt und das ist besser.


Quo errat demonstrator. ;)

Bernhard


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 Betreff des Beitrags: Re: EDAFIL, PETROFIL, usw.
BeitragVerfasst: Do 20. Jan 2011, 14:34 
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Registriert: Sa 12. Dez 2009, 18:31
Beiträge: 1208
Ha !

Hier ist der Beweis:

Das Ziel von Annie France-Harrar ist die Herstellung von HUMUS !

Gebrauchsanweisung von EDAFIL der Firma Hilena:

Bild

Groß
http://lh6.ggpht.com/_ZVvGIT6vArY/TTg4K-42iCI/AAAAAAAAD9s/ZKdl7hOY2ss/Edafil-G1-D.jpg

ERST muß das organische Material auf einem Komposthaufen ANROTTEN.

NACHDEM der Großteil des Vorgangs des ABbaus der organischen Materialien abgeschlossen ist wird erst die Impfmasse Edafil zugesetzt.

Damit beginnt der UMbau des Kompostes und der AUFbau zum HUMUS.

DAS ist der WESENTLICHE UNTERSCHIED zur Kompostierung im Allgemeinen und zu dem herkömmlichen Kompostierungshilfsmitteln (Rottebeschleuniger) im Besonderen.

Herkömmliche Kompostierungsverfahren verweisen oft mit Stolz auf die schnelle Verrottung.
Aber was danach geschieht liegt für sie wahrlich oft im Dunkeln.
Manchmal wird der Vorgang der Ausbringung des Kompostes mit der mystischen Andeutung begleitet, daß er draußen im Beet oder auf dem Feld "vererdet" wird, wohl ahnend, daß ein fertig verrotteter Kompost doch noch nicht die optimale Nahrung für die Pflanzen ist.

PS.
He, he, die Firma Hilena hat nen FISCH im Logo !


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 Betreff des Beitrags: Re: EDAFIL, PETROFIL, usw.
BeitragVerfasst: Fr 21. Jan 2011, 23:29 
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Registriert: Di 21. Dez 2010, 13:02
Beiträge: 51
Winfried,

super, vielen Dank für den Scan !!!

Was mich wundert, ist die lange Abbauphase vor Zugabe von Edafil und vor allem, dass währenddessen nur einmal gewendet und belüftet und kontrolliert werden soll !!??

Dachte immer, dass gerade in der Abbauphase eine Durchmischung, Belüftung und das Einstellen des richtigen und konstanten Feuchtigkeitsgehaltes ganz wichtig sei, damit die Abbauer auch ungestört ihrer Arbeit nachgehen können und es nicht fault und schimmelt oder gar austrocknet !??

Und dann das Edalfil mit 13 ltr. Flüssigkeit auf 1 cbm angerotteten Kompost oben draufschütten ?? Sehr eigenartig, die Flüssigkeitsmenge dringt doch höchstens ein paar cm in den Haufen ein - oder vermehren sich die Bakterien dann invasiv in den Haufen hinein ?? Wenn, dann wohl nur wenn alle Faktoren wie Feuchtigkeits- und Luftgehalt stimmen, aber darauf wird ja nicht hingewiesen.

Etwas verwirrt,
Hartwig


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 Betreff des Beitrags: Re: EDAFIL, PETROFIL, usw.
BeitragVerfasst: Sa 22. Jan 2011, 10:57 
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Registriert: Sa 12. Dez 2009, 18:31
Beiträge: 1208
Hallo Hartwig,

es gibt viel zu sagen auf Deine Fragen.

Vorab EINE Antwort. Später mehr.

Hartwig hat geschrieben:
Was mich wundert, ist die lange Abbauphase vor Zugabe von Edafil

In der Gebrauchsanweisung geht es um die Beschleunigung der Humuserzeugung durch die Anwendung vom HumusAUFbauer Edafil (EDAPHON)

Die erste ABbauphase der organischen Materialien wird nicht beschleunigt und verläuft unbeeinflußt in einem "natürlichen" Prozeß.

Wahrscheinlich ist die Beschleunigung der ersten Verrottungsphase nicht unbedingt erforderlich, da die organischen Materialien, für die Edafil hier in Europa bestimmt ist, hauptsächlich frische grüne Gartenabfälle und sonstige hauptsächlich noch lebende, grüne Materialien sind mit wenig "Holzanteil" und sich schnell zu zersetzen pflegen wie wir alle wissen - und vielleicht auch garnicht mehr wesentlich zu beschleunigen sind (Oder es sogar nicht sinnvoll oder sogar schädlich ist. Später mehr dazu)

In Mexiko hatte Annie es aber auch zusätzlich mit stark zellulosehaltigen Materialien zu tun, die sich nur sehr langsam abbauen.
Für die Beschleunigung dieser ersten Phase des ABbaus dieser speziellen viel Zellulose enthaltenden organischen Materialien hat sie "Saprofil" entwickelt.

Zur Charakterisierung der Methode und der versch. Impfziegel guckste hier:

EIN WORT ZUR EINFÜHRUNG
http://www.stiftung-france.de/forum/viewtopic.php?f=32&t=180&p=938&sid=73320f40d1d1011fb7ae73c7f825dc50&sid=73320f40d1d1011fb7ae73c7f825dc50#p938

Humusgewinnungsanlage
http://www.stiftung-france.de/forum/viewtopic.php?p=940&sid=73320f40d1d1011fb7ae73c7f825dc50&sid=73320f40d1d1011fb7ae73c7f825dc50#p940

Hoffe, Deine Verwirrung auch zukünftig noch steigern zu können ;)

Winfried


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 Betreff des Beitrags: Re: EDAFIL, PETROFIL, usw.
BeitragVerfasst: So 23. Jan 2011, 10:48 
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Registriert: Sa 12. Dez 2009, 18:31
Beiträge: 1208
Hartwig hat geschrieben:
.. dass .. nur einmal gewendet .. werden soll ..


Hallo Hartwig,

ALLE Fragen finden ihre ausführliche Antwort im Buch über den Humus !

Ich habs vor 1 Jahr 1x gelesen - und wie ich heute feststellen muß, damals NICHTS verstanden und alles wieder VERGESSEN.

Jetzt fange ich wieder an es zum 2. mal wirklich zu STUDIEREN, auch angeregt durch Deine praktischen Fragen.

Bisher habe ich mein angelesenes Wissen nur aus dem "EIN WORT ZUR EINFÜHRUNG" und aus der Gebrauchsanweisung von Edafil:


Es gibt eine ABbauphase / Verrottung und eine AUFbauphase / Humifizierung.

Für ein "europäisches" Klima gilt:

1.) Die ABbauphase / Verrottung startet und verläuft selbsttätig

2.) Die AUFbauphase / Humifizierung wird beschleunigt durch Edafil / Edaphon


Zu 1.) Die ABbauphase / Verrottung

Das Ausgangsmaterial ist vielfältig ohne übermäßigen Zelluloseanteil, zerkleinert und gut gemischt.

Der ABbauprozeß startet und verläuft selbsttätig, weil die dafür erforderlichen Mikroorganismen schon im Ausgangsmasterial in geeigneter Weise vorhanden sind.

Es wird nur 1x umgesetzt nach der Hälfte der ABbauphase / Verrottung ("Das Umsetzen nach der ANrottung")

Ansonsten soll der gesamte Verrottungs und Humufizierungsvorgang möglichst ungestört in der ihm eigenen Zeit verlaufen können.

Also wie auch die Erde auf dem Feld nicht "beackert" werden soll, so soll auch die Kompostierung (ABbauphase / Verrottung) unbeeinflußt von technischen, chemischen und mechanischen Einflüssen vor sich gehen können.

Warum ?

Na, der Kompost ist keine beliebig mit Maschinen formbare SACHE sondern ist "ein lebendiger Haufen" von Teamplayern die ihre Zeit und Mitspieler brauchen um ihre Arbeit nach IHER Art und Weise machen zu können.


2.) Die AUFbauphase / Humifizierung

Nach der Verrottung wird die AUFbauphase eingeleitet mit der Zugabe von Edafil / Edaphon und das Material durch die im der Impfmasse /Impfflüssigkeit vorhandenen Organismengruppen des Edaphons zu Humus umgebaut.


Hartwig hat geschrieben:
.. nur einmal gewendet ..

Zur weiteren Vertiefung laß uns mal gemeinsam die Seiten 78 ff und 92 studieren.

Wenn man sich da Satz für Satz und Aussage für Aussage "durchackert" (Hier darf man es !) wird man von einem Staunen in das Nächste fallen, so viel detaillierte Infos sind da vorhanden die man so leicht überliest.


1x oder 2x Umsetzen ???


(A) 2x Umsetzen

"Der Abbau zielt auf ein gleichartiges Substrat, in dem Fäulnis und Verwesungsprozeß
ganz abgelaufen sind.
Um dessen sicher zu sein, wird das aufgesetzte Rohbeet während seiner Reifung zweimal umgesetzt." (S.78)

"Die praktischen Erfahrungen haben gezeigt, daß als Zeitpunkt für das
zweimalige Umsetzen keine beliebigen Termine gewählt werden können." (S.78)

"Das erstemal wird nach der ersten Hälfte der Verrottungsperiode umgesetzt." (S.78)

"Wenn das Rohbeet zum zweiten Mal umgesetzt wird, ist die Zersetzung
im großen und ganzen abgeschlossen. Die Abfälle haben sich in eine homogene,
überwiegend organische Masse umgewandelt, die aber noch kein Humus
ist." (S.80)


(B) 1x Umsetzen

"Wie geht der Landwirt vor, wenn er alle landwirtschaftlichen Abfälle
systematisch dazu verwenden will, seinen Humusbestand aufzubessern?"

"Im gemäßigten Klima, wo die Erde für Monate hindurch ruht, wird er die
Ruhemonate dazu benützen, die Rückstände zu sammeln und Rohbeete anzulegen,
die dann humifiziert sind, wenn die Frühjahrsbestellung beginnt. Unter
der Schneedecke hat der Abbau-Prozeß Feuchtigkeit genug, und im allgemeinen
genügen 4—5 Monate, um alle Restzellulosen zu verrotten.
Der Arbeitsanfall beschränkt sich praktisch auf das Aufsetzen und ein einmaliges Umsetzen."
(S.92)


So, da scheint es zwei verschiedene / widersprechende (?) Anweisungen zu geben.
Die kann man jetzt mal interpretieren.

Vorab: Ich bin der Meinung, daß das kein Widerspruch ist sondern sich auf zwei verschiedene Voraussetzunge bezieht: Material und Klima.


So habe ich mir diese Erkenntnisse erarbeitet:

Dank Pdf-Datei habe ich mit der Suchfunktion mithilfe der folgenden Stichworte, die mir beim ersten Durchlesen wichtig erschienen, die obigen Zitatschnipsel erjagt und bin dann in tiefes Nachdenken verfallen mit den obigen Erkenntnissen.

Rohbeet (Komposthaufen in der Verrottungsphase)
aufsetzen, aufgesetzt
umsetzen, umgesetzt
wenden, gewendet, Wender


Demnächst mit weiteren Aspekten in allen Einzelheiten ..


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 Betreff des Beitrags: Re: EDAFIL, PETROFIL, usw.
BeitragVerfasst: Mo 24. Jan 2011, 11:54 
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Beiträge: 600
Der "neue" Winfried gefällt mir! ;) :lol:

Bernhard


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 Betreff des Beitrags: Re: EDAFIL, PETROFIL, usw.
BeitragVerfasst: Di 25. Jan 2011, 16:58 
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Registriert: Sa 12. Dez 2009, 18:31
Beiträge: 1208
Jetzt mal eine Atempause vom Studium und eine kurze Zwischenbilanz:

Was ist - bis jetzt - der entscheidende Unterschied zwischen France und den anderen Boden"kundigen" ?

Dazu bedarf es keiner Worte sondern nur eines Bildes:

Annie in Mexiko ..

Bild

.. wähernd der Zeit in der sie ihre Methode der HUMUSproduktion entwickelt hat.

Sie hat die klitzekleinen Bewohner des Humus "in Echtzeit" im lebenden Zustand studiert und kontrolliert.

Sie wußte wie sie Aussehen und kannte sie alle beim Vornamen.

Die anderen Kompostdompteure haben bestenfalls nach Erfahrungen gearbeitet oder höhere Mächte beschworen oder sind mit Feuer und Flamme über die unschuldigen Bodenarbeiter hergefallen und haben mit Beschwörungsformeln über die wundersamen Wirkungen ihrer Präparate berichtet.

Aber Annie hat ihre 10 Finger benutzt - zum ZÄHLEN ihrer lieben Kleinen, ob auch alle in der richtigen Anzahl und dem richtigen quantitativen Verhältnis zueinander vorhanden sind.

Thermometer, Hygrometer, Sauerstoffmeßgerät, Erlenmeyerkolben, Zentrifuge, Präzisionsmikrowaage usw. schön und gut,
aber nichts geht über die unmittelbare Anschauung ob "sie" auch alle da sind und gesund aussehen und artig miteinander spielen.

Also dann, demnächst weiter mit dem (leider anstregenden) Studium des offenen Geheimnisses der Humusherstellung.


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 Betreff des Beitrags: Re: EDAFIL, PETROFIL, usw.
BeitragVerfasst: Di 25. Jan 2011, 20:40 
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Registriert: Di 21. Dez 2010, 13:02
Beiträge: 51
Winfried,

mir kam nun der Gedanke, ob wir die Zeit und die damals gegebenen Möglichkeiten mit berücksichtigen müssen bei der Betrachtung der Komposterstellung / Impfung / Humuserzeugung von Annie !??!

Konkret: Kompost zu wenden (oder "umstechen", wie es damals auch genannte wurde) war zu Zeiten der Humusforschung von Annie wohl reine Handarbeit, die damals auch schon gerne vermieden wurde, nehme ich an. Ein maschineller Kompostwender, der hunderte Kubikmeter Kompost in einer Stunde mit höchster Intensität durchmischt, war damals wohl noch nicht vorstellbar !?

Könnte es sein, dass sie sich aufgrund dieser Umstände damals zu dem zwar sorgfältigen Aufsetzen, dann aber sehr langwierigen Abbauprozess ohne weiteren Eingriff entschieden hat ??

Ich meine, eine Kompostmiete anzulegen hat nun mal kein Vorbild in der Natur, die darin entstehenden Temperaturen von 70, 80 °C und noch mehr haben auch kein Vorbild, das überlebt ja auch kaum ein natürlicher Organismus – danach ist der Komposthaufen ziemlich steril, häufig auch augetrocknet, etc.
Kann es sein, dass Annie diese Unzulänglichkeiten aufgrund mangelnder Alternative damals toleriert hat und zum Ausgleich die lange Zeit einer unkontrollierten Abbauphase für sich arbeiten ließ, um nach deren sicheren Abschluss nach Monaten dann mit einer Neubeimpfung die Humus-Aufbauphase einzuläuten und abermals den Faktor Zeit als Ausgleich für eine nicht optimale „Prozesssteuerung“ (würde man heute wohl so nennen) zu benutzen ???

Konkret denke ich da an die Praxis der CMC – Kompostierung, bei der durch intensives Umsetzen die Temperatur nicht über 65°C, besser nur 60°C steigen darf, um die Humusaufbauenden Mikroben nicht abzutöten und gleichzeitig sowohl den Abbau- als auch den Humusaufbau zeitlich deutlich zu beschleunigen !!

Kleine Beschreibung hier: http://www.wegwarte.at/sites/kompostieren.pdf
oder einfach mal googeln.

Ich bin noch nichts allzu tief im Thema drin, sehe aber deutlich Parallelen in der Logik von Annies Humusproduktion und dem CMC-Kompost, oder bin ich da schief gewickelt ??


Gruß,
Hartwig


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