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BeitragVerfasst: Fr 26. Mai 2017, 17:51 
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Beiträge: 1208
Raoul H. Francé: Heiligt die Algen! Sanctify the Algae!

Auch wenn alle "Bodenversteher" "Mikroben", Bakterien, Pilze, "effektive" Mikroorganismen, tote "Bio"-Kohle, "microbielle Carbonisierung", Terra Preta und die Versenkung von Kohlenstoff in den Boden hypen und Algen mit keinem Wort erwähnen oder sie höchstenfalls als ungebetene Erscheinung verwünschen.
Selbst die vielen ungeheuer unterschiedlichen Mykorrhiza-Pilze sind jeweils Spezialisten, die sich nur jeweils mit ganz bestimmten Pflanzen verbinden - und viele Pflanzen kommen auch ohne sie aus. Gehyped werden sie in der Regel nur von den Süchtigen nach MAXIMALerträgen.
Merke: hier geht es um langfristige Humuserhaltung und ggf. seine Erhöhung auf Basis einer ökologischen Vielfalt und nicht nur um Steigerung der Erträge durch Düngung oder "organische" Düngung oder "Bio"-Stimulantien.

Schwöret ab dem einseitigen Bakterien- & Pilz-Hype!

Die Heilige Zwölfheit

Eine Predigt über den Humus/(Acker)boden

Bild
Aus: Raoul H. Francé; Vom deutschen Walde 1924

Es sollen sein für immerdar:

Bodenwürmer
Rädertiere
Wurzelfüßler
Springschwänze
Bärtierchen
Milben
Tausendfüßler
Bodenpilze
Bodenbakterien
Blaualgen
Grünalgen
Kieselalgen

Heiligt die Algen!

Die letzten Worte von Raoul H. Francé über das Edaphon, den (Acker)Boden und Humus

Aus: Lebenswunder der Tierwelt 1940
http://stiftung-france.de/forum/viewtopic.php?f=66&t=719

Bild
Aus R.Francé; So mußt Du leben - Originalzeichnung Francé Originalgröße 2810x4188 6MB
Bild ganz groß

Lest nach im EDAPHON !

Edaphon: Mikroorganismen & Humus
http://blauer-planet.blogspot.de/2017/01/edaphon-mikroorganismen-humus.html

In lockerer unsystematischer Folge geht's an dieser Stelle weiter mit Infos über die Algen im Boden sowie laienhaften Experimenten zu ihrer Vermehrung "unter freiem Himmel" ..


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BeitragVerfasst: Mo 29. Mai 2017, 08:51 
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Registriert: Sa 12. Dez 2009, 18:31
Beiträge: 1208
Wer 100 Jahre alten Aussagen nicht glaubt und wer sichs von heute sagen lassen muß:

16.05.2017

Algen fördern Artenvielfalt und Fruchtbarkeit von Böden

Neuenburg (APA/ag) - Mikroalgen sind für die Nährstoffkreisläufe im Boden wichtiger als bisher angenommen. Als Quelle für organischen Kohlenstoff fördern sie die Artenvielfalt, berichten Forscher der Uni Neuenburg in der Schweiz. Ihre Studie wirft ein neues Licht auf die Risiken des Einsatzes von Herbiziden.
Algen verbindet man in erster Linie mit Wasser. An der Oberfläche des Erdreichs kommen sie jedoch ebenfalls vor: einzellige Algen, die mit ihrer Größe von einem Hundertstel bis einem Zehntel Millimeter unter dem Mikroskop sichtbar sind. Und: Sie spielen für Böden eine nicht unerhebliche Rolle.
Ein Forscherteam um Edward Mitchell und Christophe Seppey von der Universität Neuenburg hat die Rolle dieser einzelligen Algen in der Nahrungskette von Bodenmikroorganismen untersucht. Die Mikroalgen leisten demnach einen wesentlichen Beitrag zur Artenvielfalt im Boden, berichten die Forschenden im Fachblatt "Soil Biology & Biochemistry".
Korrelation zwischen Protisten und Algen
Für ihre Studie haben die Wissenschafter die Mikroorganismen verschiedener Böden - beispielsweise aus dem Wald, Kulturböden oder von Freiflächen - per DNA-Analyse bestimmt. So beobachteten sie eine Korrelation zwischen der Anzahl räuberischer Protisten - einer Gruppe mikroskopischer Lebewesen, die sich von den organischen Verbindungen anderer Lebewesen ernähren - und der Fülle einzelliger Algen, wie die Universität mitteilte.
Es scheine demnach einen Zusammenhang zwischen diesen Arten zu geben, sagte Mitchell gemäß der Mitteilung. Genauer gesagt: Die Protisten ernähren sich offenbar von den Mikroalgen.
Das Paradoxe an diesem Zusammenhang: Mikroalgen scheinen auf dem Erdreich relativ wenig vertreten. Bei günstigen Bedingungen können sie sich zwar schnell vermehren, aber wenn sie genau so schnell verzehrt werden, wie sie sich vermehren, lässt sich ihre Rolle in der Nahrungskette im Boden kaum bestimmen.
Unempfindlich gegen Herbizide
Die Ergebnisse der Studie werfen nun ein neues Licht auf die Rolle der Mikroalgen und weisen zudem auf ein Risiko in Zusammenhang mit Herbiziden hin: Gegenüber diesen sind die Algen nämlich empfindlich. "Da sie von Natur aus schon nicht sehr reichlich vorhanden sind, könnte ihre Abnahme oder Verschwinden unbemerkt bleiben", warnte Mitchell.
Wenn die Mikroalgen für das Ökosystem Boden eine so wichtige Rolle als Quelle von organischem Kohlenstoff spielen wie die Studienergebnisse andeuten, würde nicht nur die Artenvielfalt, sondern auch die Fruchtbarkeit von Böden durch den Einsatz von Herbiziden leiden.

https://science.apa.at/rubrik/natur_und_technik/Algen_foerdern_Artenvielfalt_und_Fruchtbarkeit_von_Boeden/SCI_20170516_SCI39391351436063420

Man beachte: wer Protozoen / Protozoa hyped klammert die Algen aus.
Protisten = Protozoen + Algen wäre richtig.
Die heutigen systematischen Einteilungen nach DNA-Erkenntnissen sind zwar phylogenetisch richtig, vernebeln aber die ökologischen Lebenszusammenhänge, dito die unvermittelte Zusammenlegung der Blaualgen mit den Bakterien.
Ein Blick durchs Mikroskop würde die wahren natürlichen Zusammenhänge wieder offensichtlich werden lassen. Worte nützen da nix.


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BeitragVerfasst: So 11. Jun 2017, 15:34 
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Registriert: Sa 12. Dez 2009, 18:31
Beiträge: 1208
In Grund und Boden - Algen in der Bodenmikroflora
Bruno P. Kremer und Nora Fischer

Bild

In: Biologie in unserer Zeit / 27. Jahrg. 1997 / Nr. 3
Pdf: https://1drv.ms/b/s!Am2UlOFjs5MWikIx-5iQowsvK3z7

Wie sie aussehen, wo man sie findet, wie man sie identifiziert, welche wundermildtätigen Wirkungen sie auf den Boden haben, was sie konsumieren, was sie produzieren, wie man sie kultiviert, welche Arten/Familien/Ordnungen es gibt, wie sie leben, mit wem sie zusammenleben - in 5 Minuten zu lesen .. auch für den Boden-"Versteher"/-Praktiker.

Alles was die Francé schon geschrieben haben hier neu erzählt für alle Unwissenden und Ungläubigen.

Ich wäre ja gespannt, was die Betroffenen und die schweigende Mehrheit aus dem Text für sich und ihre heutige Praxis entnehmen - wenn sie sich denn äußern würden ..

Von mir gibt es irgendwann einen Kommentar dazu.


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BeitragVerfasst: Mi 5. Jul 2017, 11:43 
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Registriert: Sa 12. Dez 2009, 18:31
Beiträge: 1208
Alle Jahre wieder - nun im 4ten Jahr

Hier bruddelt das - bisher noch - ungelöste Rätsel der Vermehrung von Boden-Algen
unter natürlichen Bedingungen und freiem Himmel.
Allen (Freß)-Feinden und sonstigen Widrigkeiten ausgesetzt sollen sich die künftigen Edaphon-Bewohner auf ihr Leben im Kompost, Humus, Boden und Impf-Ziegel vorbereiten.

Bild

Denn so sollen sich laut Francé die Helden des Humus ohne zusätzliche menschliche Bemühungen wie Technik, zusätzliche Energie oder biologische Manipulation die Algen vermehren.

Nur ein Bett aus einer klugen Erdmischung soll ihnen genug sein um sich wohlzufühlen in einem gemauerten Becken mit max. 50 cm Füllhöhe in offener Landschaft.

Ein paar zusätzliche Spurenelemente sind erlaubt, sofern sie trotz aller umsichtigen Bemühungen in der Erdmischung nicht genügend vorhanden sind, z.B. die Knopsche Lösung (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Knop) mit vielen anregenden Mineralien und schönes Eisen (z.B. Eisenchelat) für die Eisen liebenden grünen Algenwunder (Chlorophyll).

Bisher hat sich in jetzt 10 Jahren noch kein Gärtner oder Landwirt gefunden oder ein Boden- oder Pflanzenbiologe herabgelassen entsprechende Experimente durchzuführen.

Dutzende haben sich vorgeblich interessiert oder ablehnend geäußert aber keiner hat sich bequemt, seinen Dunstkreis zu verlassen und tätig zu werden.

So wie die in 50 Jahren erarbeiteten Erkenntnisse vor 50 Jahren verschwunden waren und vor 10 Jahren erneut in der (Internet)-Welt verbreitet wurden, so werden sie jetzt erneut in nicht allzu langer Zeit wieder aus der Welt verschwinden.

Zum Glück schreibe ich ja nicht für hartnäckige Ignoranten sondern im eigenen Erkenntnisinteresse - und damit aber auch für eine begrenzte Lebensdauer dieser Erkenntnisse.

Ist ja auch total irrelevant, denn lt. Stephen Hawking wird die Menschheit sowieso den Planeten Erde verlassen (müssen) - und sich in einem total anderen (“un/nicht-menschlichen”) Habitat (z.B. Mars) ansiedeln. Francé würden ob solch partikularer naturferner und letztendlich negativer Weltsicht die Haare zu Berge stehen. Zum Glück werde ich nicht mehr dabei sein.
http://www.focus.de/wissen/videos/stephen-hawking-ueberzeugt-wenn-wir-ueberleben-wollen-muessen-wir-fremde-planeten-besiedeln_id_7271941.html

Bild

In diesen Bettchen haben die Algen überwintert und übersommert und ihre Ruhepausen genossen.
Im Gegensatz zum großen Aquarium, wo immer Wasser drin ist, ist hier die Erde mindestens 2x im Jahr ausgetrocknet. Die Erde ist die Gleiche wie im Aquarium.
Es ging es darum herauszufinden, ob die Algen aus ihren, in der trockenen Erde verborgenen unauffindbaren Überdauerungsformen, nach der Austrocknung über den Winter und den Sommer nund ach erneuter Befeuchtung wieder sichtbar grün ans Tageslicht kommen.
Sie tun es! Aber es ist nicht garantiert. Und es sind nicht unbedingt die Arten die man sich gewünscht oder erhofft hat.

Bild
https://arstechnica.com/science/2017/06/engineered-algae-puts-half-of-its-carbon-into-fats-for-biofuels/

Es geht nicht darum, Reinformen zu züchten, sei es im Labormaßstab, sei es im großtechnischen Maßstab, sondern "Wildformen”, die sich in ihrer Umgebung, die mit abertausend anderen Mikroorganismengruppen bevölkert ist und ihnen nicht immer wohlgesinnt sind, behaupten können. Sie werden "zueinander gewöhnt", wie Annie Francé-Harrar sagt.

Hier ist die "Brutstätte" der hausgemachten Algen in einer halb-schattigen Ecke im Hausgarten "Blauer Planet"

Bild

Hier ein Rundumblick im Hausgarten "Blauer Planet"
http://blauer-planet.blogspot.de/2017/06/die-algen-brutstation.html

Da die Algen "von sich aus" erscheinen und vermehren werden es nicht unbedingt immer die Arten sein, die man sich gewünscht hat. Man wird mit einem breiten Artenspektrum rechnen müssen, das sich nur in sehr weiten/engen Grenzen beeinflussen läßt. Was aber der Sache keinen Abbruch tut, denn an ihrem letztendlichen Einsatzort (Acker, Garten, Edaphon-Kompost, Kultur-Erde) werden dort nur die Algen überleben, die dort ihre spezifischen Überlebensbedinungen vorfinden.

Fazit

Algen müssen sein, will man Humus haben. Und zwar lebend.
Algen bekommt man, wenn man eine vielfältige Umwelt schafft in der Bäume, Wälder, Wiesen, Seen, Flüsse und Tiere ihren Platz haben. Klosterwirtschaften wußten und praktizierten das. Dann kann man sich den ganzen Aufwand mit extra Algen züchten sparen. Nur an Mikroorganismen verarmte Kultur-Böden müssen extra mit Algen aufgepäppelt werden. Gegen den Hype/Run/Druck auf ständig immer höhere Maximalenten ist die "Edaphon-Methode" allerdings machtlos.


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