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BeitragVerfasst: Fr 21. Apr 2017, 17:51 
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Beiträge: 1208
Annie Francé-Harrar; Edaphon Neuauflage 1947
ca. 100 Seiten A5.

Ich habe die flüchtige Ahnung, daß diese Aufzeichnungen später in das Buch "Die letzte Chance" eingeflossen sind.
Auf der letzten Seite von Edaphon-Neuauflage II 039-040 schreibt sie, daß sie ein solches Buch schon in Arbeit hat.
Das Entziffern der Handschrift ist mühsam und langwierig.
Bisher sind nur einige Seiten ins ASCII-Format übertragen.

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Edaphon-Neuauflage I 001

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https://1drv.ms/b/s!Ai9Hkq5QNH2JxCTlWTe7HuobdLfA

Bild
Edaphon-Neuauflage I 002

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Edaphon-Neuauflage I 3-4


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Edaphon-Neuauflage II 001

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https://1drv.ms/b/s!Ai9Hkq5QNH2JxCP10EB3MwS66AX6

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Edaphon-Neuauflage II 002

lichten Lagen abgefallenen Herbstlaubblättern, die in der trockenen süddalmatinischen oder süditalienischen Machia mehr vermanschen als verwesen , enthält immer Dorilaymus-Arten. Die tropenenden Savange von Fort de Francé, Martinique, während der Regenzeitsind oft sehr reich an Nematoden, die mitunter riesig werden.
Es sind in der Mehrzahl Aphanolaymus attentus D. die mannchmal ganze Nester bilden.
Mesosaphroler Schlammböden von verseuchten Pfützen sind voll von einer spitzschwänzigen, eher an Osymus eerinnernden Form, die sich dann in der großen ungarischen Schweinemästerei in der Budateteng in der _ der offenen Ställe.. befand.
Dort waren sie teils _ sehr, teils massenhaft.

Da im Schweinedarm stets Nematoden vergesellschaftet mit Hefen und Bakterien so _ unter den ersteren sind sich irgendwelche verdauungsfeste Formen finden, eben vielleicht jene spitzschwänzige Art, die sich im frischen und verrotteten Schweinemist in Massen findet.
Die großen, ovalen, grauen, nicht ausgesprochen hyalinen hier findet man auch in stark verrottetem Klärschlamm

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Edaphon-Neuauflage II 3-4; 3

und in frisch gedüngter Letten- und Gartenerde, so daß man schließen muß, sie werden mit Stalldünger und Jauche immer wieder ausgesät.
Sie sind jedenfalls sehr widerstandsfähig gegen _ Trockenheit.

_ _ _ _ ausschließlich nur aus _ stört sie wenig

Ob sie besondere Trockenanpassung an ihrer Haut besitzen ist unbekannt.

Sie verzehren Bakterien, vor allem Detritus, humose Bestandteile, auch Grünalgen/Kokken oder Fadenalgen.
Im Schweinemist nehmen sie Verdauungsreste auf in Nagy Teteny sehr viel _ von Sonnenblumen und Gerste womit die Schweine _ gefüttert werden
Öltropfen in ihrem Darm konnte ich mehrmals beobachten.
Bei reichlicher Ernährung findet wie es scheint das ganze Jahr hindurch Vermehrung statt.

Daß Nematoden zur Bodenkrümelung sehr viel beitragen ergibt sich aus ihrer Lebensweise von selbst.
Andererseits aber reichern sie unzweifelhaft die Erde mit Stickstoff an, teils durch ihre ..falle, teils beim Zerfall.
Alle Nematoden sind stets von unzähligen Bakterien und Bodenpilzen umlagert, die sich an ihnen _ und sich dann lebhaft teilen oder kräftig weiterwachsen.
Daß dadurch eine Bodenverbesserung stattfindet ist wohl nicht zu leugnen
Ein reicher Nematodenbestand

Edaphon-Neuauflage II 3-4; 4

in einer Erde kann stets als sicheres Zeichen einer guten humösen Beschaffenheit oder aber einer sehr reichlichen _ von Stickstoff und _ _ _ betrachtet werden
Ob die sehr großen Mengen von Nematoden im Boden den Gasstoffwechsel verändern oder auch nur beeinflußt wird - denn sie sind verhältnismäßig starke Sauerstoffverbraucher - ist meines Wissens unbekannt.
Man hat sich kaum je mit der Frage beschäftigt ob die größeren Teilnehmer der edaphischen Symbiose den Boden durch intensivere Atmung größere Eiweißrückstände stärkere Krümelung besser beeinflussen als das nur durch Bakterien und Kleinformen geschehen kann.
Wahrscheinlich ist es jedoch nicht nebensächlich da die Mischung der einzelnen Gruppensich zueinander je nach Funktion und Bedürfnissen sich zweifellos zu einem vollen Optimum steigern kann was dann zwangsläufig auch zur Bildung eines optimalen Humus führt.

Mit den Rotatorien verhält es sich ähnlich wie mit den Nematoden.
Es kommt außer Philodina erytrophta eigentlich nur in und dem Rotifer vulgaris _ mit dickem Schlamm _ noch Brachuiamus anfzie und allenfalls an gleichen Orten noch Hytatina senta vor.
Auch sie sind nicht 100%ig zum Edaphon zu nehmen, nachdem sie ganze _


Text unredigiert und nicht verifiziert.


Teilweise transskribierter Text, wir sukzessive ergänzt, 1.5.2017:
https://1drv.ms/f/s!Ai9Hkq5QNH2JxCVQAigI4dXkieDc


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BeitragVerfasst: Do 27. Apr 2017, 20:28 
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Registriert: Sa 12. Dez 2009, 18:31
Beiträge: 1208
Der Regenwurm

Dem sagenumwobenen Regenwurm werden sagenumwobene Fähigketen angedichtet, besonders von denen, die weder jemals tiefer und kleiner gesehen (mit dem Mikroskop) oder noch größer und umfassender gedacht (Edaphon und seine Biozönosen) haben und einen Horror vor den Mühen eigener Untersuchungen haben.

Hier nun Infos von denen, die es als erste getan haben:

Edaphon-Neuauflage II 005-006
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Edaphon-Neuauflage II 005-006 5

...

Regenwürmer.

In Sand und sehr besonderen Steppenböden ist der Regenwurm selten, fehlt auf weiten Strecken fast ganz, doch gibt es große Lokalformen in südöstlichen Steppen,

Edaphon-Neuauflage II 005-006 6

die ziemlich hoch unter der Bodenoberfläche leben. Die einheimischen behaupten, daß sie verschwinden, wenn man die Steppe, vor allem mit Wald bepflanzt.

...

Der Regenwurm ist ausschließlich auf guten reinen Humus angewiesen. Er kann in verseuchten, stark verbrauchten, mit Rohmüll versetzten Böden nicht leben. Er kann poly- oder mesosaprobe Böden nicht verdauen. Die Organismen, die er zusammen mit Detritus- und Humussubstanzen verzehrt, gehören den Reinhumusformationen an, die nahe der Erdoberfläche leben. Infolgedessen finden sich seine bekannten Exkrementhäufchen auch stets oben. Er ist überhaupt auf die hohen Bodenschichten angewiesen und geht freiwillig kaum jemals unter 20 cm

Edaphon-Neuauflage II 007-008
Bild

Edaphon-Neuauflage II 007-008 7

Tiefe. Garnicht findet er sich im Schlamm der Alluvionen [Alluvialböden oder Alluvionen (lateinisch alluvio ‚Anschwemmung') sind junge Schwemmböden an Meeresküsten, Fluss- und Seeufern. Auch Gletscher können Alluvialböden ablagern].
Schweizer Böden sollen 5000-8000 Würmer und Erdinsekten pro 1 qm enthalten. Infolge seiner schleimigen Haut infiziert sich der Regenwurm mit Leuchtbakterien wenn die Erde stark durchfeuchtet ist.
_ _ _ manchmal leuchtenden Schleim ab, _ _ Bact. phosphoreum _ vorhanden. Daraus kann man jedenfalls schließen, daß Bakterien mit _ _ dem Regenwurm _ verschleppt werden können.

*** Der Regenwurm beteiligt sich in keiner Weise an der Abfallverwertung. ***

Dagegen verzehren _, Collembolen, _ und Schaben die an Humifizierung beteiligten Substanzen in allen Stadien der Humifizierung. Man findet sie stets in Komposthaufen und auf Müllabladeplätzen. Sie gehören zur teils unter-, teils oberirdischen Ruderallebewelt. Sonst _ sie im Steppenklima _ Sand oder _ Rohhumusböden der Heiden, Fichten und Föhrenformation. Allerdings verschmähen sie auch nicht den hochwertigen Laubwaldhumus, der auch von Milben aller Art bewohnt wird.

...

Fazit:

Nur die Mikroorganismen machen die Arbeit der letzten Stufe des Abbaus des organischen Materials und seiner anschließenden Umwandlung in Humus.
Der Regenwurm arbeitet "eine Stufe gröber" mit einem anderen spezischen Beitrag als dem der Mikroorganismen, Details kann man überall nachlesen.

Wenn also keine Regenwürmer anwesend sind heißt das keineswegs, daß der Boden nix taugt, kommt auf die Pflanzen an, die man dort wachsen sehen möchte.

Von welchen Regenwurmarten Annie Francé-Harrar hier spricht ist unklar, vom Kompostwurm ist wohl kaum die Rede, der lebt ja in der Laubschicht und nicht in der Erde.

In Deutschland gibt es ca. 40 unterschiedliche Regenwurmarten, sie sind alle ausführlich untersucht und man weiß viel, welche wundersamen Wirkungen er für den Boden bewirkt, nur mit der Beschreibung der Mikroorganismen mit denen er in Biozönose lebt sieht es schwach aus, besonders was die Besiedlung seiner Exkremente mit Mikroorganismen angeht.

Raoul Francé hat in "Das Edaphon" und einigen anderen Texten, Schriften und Büchern dazu etwas gesagt, man möge dort nachlesen - schließlich liegen sie alle digitalisiert in diesem Forum vor.

Und was die Verklebung der Bodenkrume und seine Kolloidierung durch den Regenwurm angeht, so ist hier noch nicht das letzte Wort gesprochen. An der Kolloidbildung sind sicher auch die Mikroorganismen beteiligt, die in ihm und um ihn herum leben, zumal seeehr viele Mikroorganismen sich mit einem Kolloid/Gel umgeben.

Weitere Infos zum Thema hier:

Blauer Planet· Unterwegs in eigenen & fremden Gärten
z.B. "Der nervöse Kompostwurm"
http://blauer-planet.blogspot.de/


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