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 Betreff des Beitrags: Humus in der Presse
BeitragVerfasst: Do 5. Mai 2011, 20:29 
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Registriert: Sa 31. Jul 2010, 20:22
Beiträge: 600
Auch die Öffentlichkeit wird mehr und mehr auf das Thema Humus aufmerksam. In diesem Thread möchte ich eine Sammlung von Pressemeldungen anlegen. Einfach, weil interessante Aspekte aufgeworfen werden, oder um zu zeigen, wie die Öffentlichkeit Humus wahrnimmt.

Hier der Anfang:

http://programm.ard.de/?sendung=281076380742333

http://oe1.orf.at/programm/273588


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 Betreff des Beitrags: Re: Humus in der Presse
BeitragVerfasst: Fr 6. Mai 2011, 05:45 
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Registriert: Di 21. Dez 2010, 13:02
Beiträge: 51
Oh, danke für die Erinnerung, wollte das schon neulich reinstellen:

http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/ ... Id=7027012


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 Betreff des Beitrags: Re: Humus in der Presse
BeitragVerfasst: Fr 6. Mai 2011, 21:39 
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Registriert: Sa 12. Dez 2009, 18:31
Beiträge: 1238
Hartwig hat geschrieben:
Oh, danke für die Erinnerung, wollte das schon neulich reinstellen:

http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/ ... Id=7027012

Der Landwirt spricht wie mit dem Mund von Annie.

Aber DAS hat sie nicht vorhergesehen:

Massenunfall auf der Autobahn wegen fehlendem Humus auf den Feldern.

Wir haben jetzt auch unsere eigene "Sandhose" im Lande. Selbst gemacht. Möchte auch mal sehen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Humus in der Presse
BeitragVerfasst: Di 10. Mai 2011, 21:42 
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Registriert: Di 21. Dez 2010, 13:02
Beiträge: 51
Es ist zwar keine Presse, aber hier gibt es Infos vom alten Versuchsgut Rothamsted in England zum Bodenleben, allein der Titel dieser Öffentlichkeits-Kampagne ist schon prima, finde ich :

http://www.rothamsted.bbsrc.ac.uk/Resea ... entreEarth


Kann sich mal jemand da durchklicken und -lesen und ein Fazit wiedergeben ?? Habe momentan mal wieder null Zeit....


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 Betreff des Beitrags: Re: Humus in der Presse
BeitragVerfasst: Do 19. Mai 2011, 17:34 
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Registriert: Sa 31. Jul 2010, 20:22
Beiträge: 600
HUMUS Die vergessene Klimachance
In Fachkreisen seit Monaten bekannt, mehrere Ausschüsse sorgen sich
EU-weit um den Bodenschutz, ein Humusmonitoring wird seit Jahren gefordert
und doch tut ...
<http://www.landwirt.com/Forum/290774/HUMUS---Die-vergessene-Klimachance.html>

Humus mulcher – agrarheute.com
Elsdorf - Humus unterliegt einem ständigen Auf- und Abbauprozess und
beeinflusst die physikalischen, chemischen und biologischen
Bodeneigenschaften. ...
<http://dlz.agrarheute.com/landwirtschaft/nachrichten/humus+mulcher>


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 Betreff des Beitrags: Re: Humus in der Presse
BeitragVerfasst: Sa 21. Mai 2011, 06:46 
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Registriert: Mi 10. Nov 2010, 15:38
Beiträge: 98
Wohnort: BRD
Prof. Lechner (BOKU Wien) zur Thema Kompostierung:


KOMPOSTIERUNG

Durch die Kompostierung erhält man einen wertvollen Dünger aus abgestorbenen Pflanzenteile. Methan wird meist nur bei anaerobe Abbau des Kompost-Materials produziert. Die Kompostierung verläuft in zwei Phasen.
1 - in geschlossenen Behälter erreicht die erste Stufe 50 bis 70°C.
2 - im Freien, braucht dann die Kompostmiete etwa 6 Monate bis zur abgeschlossene Reifung.

Die Qualität des Kompostes definiert sich über ihren Humusgehalt. Huminstoffe sind ein sehr stabiles, schwer abbaubares Abbauprodukt. Sie setzen sich zusammen aus Fulvosäure, Huminsäure und Huminen. Es gibt zwei Modellen für die Struktur der Huminstoffe: Huminsäuren sind entweder sehr große vernetzte Makromolekülen. Oder Huminsäuren sind aus kleineren Molekülen zu einen größeren Aggregat zusammengesetzt. Daraus wird ersichtlich, dass Humifizierung ein sehr komplexen biologischen Vorgang ist, den man bis heute nicht vollständig verstanden hat; es gibt keine technische Synthese um Humus herzustellen.

Ein Reservoir für Nährstoffe
Humus ist das Qualitätsmerkmal des Kompostes. Humus ist verantwortlich für die vielfältigsten physikalischen und chemischen Eigenschaft des Bodens. Durch Verbindung mineralischen Bodenteilchen entsteht das Ton-Humus-Komplex; dabei bildet sich eine sehr stabile krümelige Struktur und durch das dabei entstehende hohe Porenvolumen verbessert sich der Luftaustausch im Boden, das Wasserhaltevermögen wächst und die Böden verschlämmen nicht und so werden die Schäden der Erosion vermindert (d.h. Der Bodenabtrag durch starker Regen oder durch Wind ist geringer).
Humus unterdrückt auch Pflanzenkrankheiten.
Humus hat eine dunkle Farbe, wodurch diese humöse Böden sich schneller erwärmen. Im Frühjahr z.B.
Humus stellt auch ein Reservoir für Nährstoffe dar, es bilden sich (durch die chemischen Vorgänge im Humus) verfügbare Nährstoffverbindungen für die Pflanzen, die im Humus gespeichert werden. Man spricht von einen Kationen Austausch-Vermögen, d.h. von einer guter Verfügbarkeit aller Spurennährstoffe, die langsam freigesetzt und langfristig zu einer Anteil von 2 bis 3 % jährlich gespeichert werden. Humus verfügt also (im Gegensatz zu den üblichen synthetischen Nährstoffe) über Nachlieferungspotential an Pflanzennährstoffe. Generell wird die Bodenfruchtbarkeit durch Kompost massiv gefördert!
Eine Untersuchung (der EU) 2003 hat gezeigt: dass bereits 75% der südeuropäischen Böden einen sehr geringen Humusgehalt aufweisen (dabei werden organischen Gehalt von 1 bis 3 % bezeichnet). Europaweit gesehen waren bis 2000 bereits 45 % der Böden mit derart so geringen organisch-Gehalt da. Diesen hohen Humusschwund ist vor allem eine Folge der intensiven maschinellen Bodenbearbeitung und auch der Art der Düngung.
Humus fixiert auch beträchtliche Menge von Kohlenstoff in eine sehr dauerhafte Form. Bodenhumus hat einen Anteil von 1 bis 3 % Stickstoff, dagegen verfügen Kompost-Huminsäuren über 5 bis 8 % Stickstoff, das sind also zweifach bis dreifach hohe Stickstoffgehalt. Somit kann man bei der Anwendung von Kompost auch Stickstoffdüngung einsparen, ein Vorteil was wirtschaftlich nicht zu unterschätzen ist.
Grundsätzlich sollte der Kompost auf gewachsenen Boden angelegt werden, d.h. Keinesfalls auf einen Betonfläche. Auch nicht in einer Grube, weil es ganz wichtig ist, dass der Sauerstoff dazu kommt. Günstig ist es auch wenn die Mikroorganismen und die Bodentiere ins Kompost zuwandern können.
Die ideale Form ist kein Behälter sondern ein Haufen oder sogenannten Kompostmiete, wo der Luftsauerstoff gut von allen Seiten darein langt, und das Wasser (vor allem bei starken Regen) gut abfließen kann. Wichtig ist, dass im Komposthaufen ausreichend Feuchtigkeit ist. Sollte der Kompost austrocknen während eine Hitzeperiode, muss man den Komposthaufen bewässern.
Weiter weiter sollte man beachten, dass man eine möglichst vielfältige Zusammensetzung des Materials für die Kompostierung hat; denn vielfältige organische Substanz ist besser für die Umsetzung. Zweigen und Gestrüpp sollten klein gehäckselt werden. Die Zweige liefern für die Humusbildung sehr wichtige Substanzen wie z.B. Lignin. Auch ist es vorteilhaft wenn man den Haufen ein bis zweimal im Jahr umsetzt. Wenn man es nicht tut, dauert der Prozess länger weil weniger Luft für die Umsetzung zur Verfügung im Haufen steht. Es können auch Abfälle aus der Küche dazu gegeben werden, oder auch Laub im Herbst. Wichtig ist dabei dass man alles gut miteinander mischt, sonst würde das Laub zusammenkleben und nicht gut kompostieren. Bei Orangenschalen, Kaffee und Kaffeefiltern oder Papier, ist es eine Frage der Menge in der Mischung, ob das sich gut umsetzt, also sollte man solche Material nur in geringen Mengen geben.

Der Abbau durch Mikroorganismen
Viele Lebewesen leben in den Komposthaufen.
Die kleinsten sind die Mikroorganismen: es sind drei Klassen: Bakterien, Actinomyceten und Pilze. Die Vielfalt dieser Mikroorganismen-Arten garantiert den Abbau von komplexen organischen Substanzen. Das Holzgerüst von Palmen z.B. besteht aus Zellulose, Hemizellulose und Lignin, und diese pflanzliche Zellwände können nur durch das Zusammenwirken von Pilzen und Bakterien abgebaut werden. Diese Lebensgemeinschaft von verschiedensten Mikroorganismen scheidet Enzymen aus, die organische Masse zerlegen. Durch diese Exoenzymen werden die Bruchstücke ins Zellinnere transportiert. Bakterien sind besonders in der ersten Phase der Kompostierung tätig, insbesondere sobald die Temperatur oberhalb 50°C steigt. Es sind die Bakterien welche die leicht lösliche, und für sie leicht verdauliche Stoffe (es sind vor allem die Stickstoffhaltigen Eiweißverbindungen = Proteine, Zucker, Glycerin, usw.) abbauen bzw. veratmen. Also sie mineralisieren die Stoffe zu CO2 und Wasser. Die Mikroorganismen gewinnen daraus ihre Lebensenergie! Bei kühlen Temperaturen in der Luft, kann man bei einer Kompost beobachten, wie das durch die Wärme des Kompostes verdampftes Wasser als Wasserdampf weggeht. Beim bakteriellen Abbau werden neben CO2 auch Ammoniak, Schwefelwasserstoff gebildet wird und geringen Mengen an Methan (wenn der Prozess nicht ganz aerob verläuft). Der bakteriellen Abbau ist aus zwei Gründe sehr wichtig:
Zu einen werden durch ihren Abbautätigkeit Temperaturen von bis zu 70°C erreicht, was zum Abtöten von für den Menschen schädlichen pathogenen Keime führt.
Zum anderen steht eine Vielzahl von chemischen Zwischenprodukten, welche die Voraussetzung für die Bildung von Huminstoffen sind. Die Entstehung der Huminstoffen beginnt also bereits während der erste heiße Phase der Kompostierung.
Die zweite Gruppe, die man an diesen weißen Geflecht erkennen kann, sind die Actinomyceten: das sind Bakterien die einen fadenförmigen Geflecht ausbilden, ähnlich wie die Pilze. Sie werden in einer größeren Zahl erst in einer späteren Phase aktiv, wenn die Kompost-Temperatur wieder unter 50°C sinkt; Frisches organisches Material beziehen sie allerdings nicht.
Und als letzte Gruppe haben wir die Pilze: deren Stoffwechsel ist streng aerob, d.h. sie brauchen unbedingt Sauerstoff. Bei kurzzeitigen Sauerstoffarmen oder sauerstofflosen Bedingungen können die Pilze kurzzeitig überleben: sie versporen, sie können sich aber nicht vermehren. Die Pilze befinden sich auch im Kompost bei Temperaturen oberhalb 50°C, allerdings nur in Formen von Sporen, werden dann (wenn es abkühlt) wieder aktiv. Diese drei Mikroorganismengruppen leisten also die ganze Vorarbeit!
Es gibt auch andere Lebewesen im Komposthaufen: viele Insekten, Tausendfüßler, Spinnen, auch der Kompostwurm! Für all diese Lebewesen muss die organische Substanz bereits von den Mikroorganismen aufbereitet sein.

Rosenkäfer und Springschwänze (Collembolen)
Beim Graben im Kompost findet man z.B. Engerlinge. Das sind keine Maikäfer-Engerlinge, sondern es sind die Larven des Rosenkäfers. Diese Larve ernährt sich nur von abgestorbenen Holz und diverse Pflanzenmaterial.
Es gibt auch Bandfüßler. Die gehören zu den Tausendfüßler. Sie ernähren sich von Laub, morschen Holz. Sie tragen damit zum Huminstoff-Bildung bei.
Weiter gibt es Bodenmilben, die fressen praktisch alles, wohl pflanzliches wie tierisches Material.
Und die Springschwänze sieht man als kleinen weißen Dinger die herum-hüpfen; man kann sie auch im Blumentopf sehen, das ist dann ein Zeichen dafür dass die Pflanzenwurzeln teilweise abgestorben sind oder dass das Substrat sehr verdichtet und vernässt ist (in diesen Fall muss man schnell umtopfen).
Der Kompostwurm kann im Gegensatz zum Regenwurm (der im Boden lebt) höhere Temperaturen ertragen, bei 25°C vermehrt er sich besonders schnell. Der Kompostwurm frisst (ebenso wie die anderen Tieren) die bereits von den Mikroorganismen vorgekaute Organik; vermengt sie mit mineralischen Bestandteile, die er ebenfalls aufnimmt, und scheidet das Ganze dann im Krümmelform aus!
Die Regenwürmer atmen über die Haut, und können daher kurzzeitig im Wasser überleben, solange das Wasser genug Sauerstoff enthält und er diese Sauerstoff über die Haut aufnehmen kann. Im Komposthaufen hat der Wurm das Problem, dass der Sauerstoff durch die Mikroorganismen zu CO2 umgewandelt wird. Der Kompostwurm (damit sein Blut sich nicht mit CO2 anreichert) nimmt in seine Nahrung (organische Substanz) sehr viel Carbonat, sehr viel Kalk auf und scheidet durch eigenen Drüsen in seinen Inneren diesen Kalk als Calciumbicarbonat (wasserlöslich) wieder aus. Und diesen Calciumbicarbonat bindet das CO2 und damit kann der Kompostwurm in diesen CO2 reichhaltigen Milieu überleben. Für die Kompostierung hat es den Vorteil, dass der an sich saure pH-Wert der Organik durch dieses Calciumbicarbonat des Wurmkalk dann in den neutralen pH-Wert verschoben wird. Der Kompostwurm-Humus hat einen neutralen pH-Wert!
Es ist also das Zusammenwirken von eine Vielzahl von unterschiedlichsten Lebewesen notwendig, um die absterbenden pflanzlichen und tierischen Organismen wieder in einen biologischen Kreislauf zu integrieren.


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 Betreff des Beitrags: Re: Humus in der Presse
BeitragVerfasst: Do 26. Mai 2011, 16:51 
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Registriert: Sa 31. Jul 2010, 20:22
Beiträge: 600
Beim Düngen mit Kompost ist Augenmaß gefragt
Main Post
Auf die Beete ihres Hausgartens kommt nur Humus aus dem Komposthaufen
hinter dem Gartenhaus. „Wir lassen den Kompost zwei bis drei Jahre
durchrotten, dann verteilen wir alles großzügig, meistens im Herbst“,
sagt sie. Beruhigt kann sie für sich sowie ...
http://www.mainpost.de/regional/hassber ... 26,6161824


Bildungsserver Hessen - Webquests: Pflanzen
Diese braune Farbe kommt durch den Humus zustande. Was "Humus" ist und
wofür man ihn braucht, kannst du in diesem Webquest herausfinden. ...
http://lernarchiv.bildung.hessen.de/gru ... index.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Humus in der Presse
BeitragVerfasst: Do 16. Jun 2011, 15:48 
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Registriert: Sa 31. Jul 2010, 20:22
Beiträge: 600
Unkraut wird Wertstoff
Ahlener Zeitung
Foto: Saerbeck - In neun Bunkern im Bioenergiepark werden demnächst wohl
Unkraut, Strauch- und Rasenschnitt schnitt zu Humus, Mulch und Brennholz
verarbeitet. Die Entsorgungsgesellschaft des Landkreises Osnabrück, Awigo,
die bereits ein vorbildliches ...
http://www.ahlener-zeitung.de/lokales/k ... stoff.html


Bernburg am 22. Juni im Blickpunkt der Landwirtschaft
Proplanta - Das Informationszentrum für die Landwirtschaft
Das Thema der Veranstaltung lautet: „Humus: Schwarzes Gold!? - Die
Bodenfruchtbarkeit im Blick behalten". Über 300 Acker- und Pflanzenbauer
aus ganz Deutschland haben sich nach Angaben der DLG bereits angemeldet.
Eröffnet wird die Pflanzenbautagung um ...
http://www.proplanta.de/Agrar-Nachricht ... 43096.html


Wie der Regenwurm für guten Humus sorgt | Suite101.de
Regenwürmer sind nützliche Bodenlebewesen, die bei Durchlüftung und
Nährstoffanreicherung des Bodens und Zersetzung von biologischem Abfall zu
Humus helfen.
http://www.suite101.de/content/wie-der- ... gt-a115288


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 Betreff des Beitrags: Re: Humus in der Presse
BeitragVerfasst: Sa 18. Jun 2011, 06:44 
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Beiträge: 98
Wohnort: BRD
http://www.mainpost.de/regional/hassber ... 26,6161824

diese Bericht von mainpost ist sehr schlecht! von wegen verzicht auf Chemie: Zitat: blaukorn gestreut. was?
und die ganzen Zusatze stellen einen klaren Widerspruch zum naturlichen Kreislauf und Autonomie.
die meisten Angaben der Mainpost widersprechen den Bericht von Lechner aus der BOKU Wien. siehe oben.


aus der agrarheute:
Computer | 18.08.2009
Humusbilanz mit wenigen Mausklicks ermitteln
Elsdorf - Humus unterliegt einem ständigen Auf- und Abbauprozess und beeinflusst die physikalischen, chemischen und biologischen Bodeneigenschaften. Neues Onlineprogramm macht die Erstellung der Humusbilanz einfacher.

Da die Erhaltung des Humus in den Böden wichtiger Bestandteil eines nachhaltigen und erfolgreichen Ackerbaus und nicht nur eine unliebsame aktuelle Forderung im Rahmen von Cross Compliance ist, sollte schon deshalb jährlich eine Humusbilanz erstellt werden, insbesondere, wenn Erntenebenprodukte wie Stroh abgefahren werden.

Das empfiehlt der Landwirtschaftliche Informationsdienst Zuckerrübe (LIZ), eine unternehmensübergreifende Beratungsorganisation der Pfeifer & Langen KG, Nordzucker AG, Suiker Unie GmbH und Pfeifer & Langen Polska in einem Hinweis auf sein neues Onlineprogramm "LIZ-Humusbilanz". Mit diesem Programm sei die Erstellung der Humusbilanz einfach und schnell.

Der Landwirt könne neben den Anbauflächen die organische Zufuhr über Erntenebenprodukte und organische Dünger eingeben. Aus diesen Angaben werde der Humus-C-Saldo insgesamt und je Hektar berechnet. Zudem erfolge eine Interpretation entsprechend der VDLUFA-Richtlinie. Das Programm laufe im Internet und könne von der LIZ-Homepage www.liz-online.de gestartet werden. Die Benutzung sei kostenlos. (AgE)

was ist dieser LIZ? - ich glaube nicht dass die ZuckerBarone interessiert sind an einen realen Humusaufbau!
Humusbilanz durch mausclick , so ein schwachsinn!


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 Betreff des Beitrags: Re: Humus in der Presse
BeitragVerfasst: Sa 18. Jun 2011, 21:01 
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Registriert: Sa 12. Dez 2009, 18:31
Beiträge: 1238
Also da wird doch viel richtig gemacht in der Mainpost finde ich - wenn man mal von dem blauäugigen Korn absieht.


Gut ist auch daß man sich sogar beim Rübenanbau über organische Nährstoffbilanzen und Kreisläufe Gedanken macht.

Womit ich aber garnicht klarkomme ist Humus-C.


Was ist ein Humusäquivalent?

Ein Humusäquivalent entspricht einem Kilogramm Kohlenstoff (C) der humifizierten organischen Masse des Bodens.
Es ist ein Maßstab für die Menge an Humus-C, die im Boden nutzungsbedingt durch Abbau verloren geht und durch Zufuhr organischer Substanz (kg Humus-C/ha*a) ausgeglichen werden muss.


Was ist Humus-C ?

Humus-C ist der für die Humusreproduktion im Boden anrechenbare Kohlenstoff.
In organischen Düngern wird Humus-C in der Regel aus dem Glühverlust der Trockenmasse multipliziert mit 0,58 und Multiplikation des Ergebnisses mit dem substratspezifischen Faktor für die Reproduktionswirksamkeit (Anteil Humus-C) ermittelt

http://www.kompost.de/fileadmin/docs/shop/Anwendungsempfehlungen/Organische_Duengung_Auflage3.pdf


Ich begreifs einfach nicht wofür Humus-C steht.


Was ich aber fordere ist die Entfernung des Begriffs "Humus" aus den ganzen Bilanzen
Was hat der mit Glühverlust und den Faktoren xyz .. zu tun ?
Und wie kann man für die Qualitäts- und Quantitätsbestimmung des Humus den Kohlenstoff zum alleinigen Maßstab machen ?
Da platzt der Annie doch glatt die Linse ihres Mikroskops.


Ist Auto-Fe das Autoäquivalent für das Eisen aus dem es gebaut ist wenn man es einschmilzt und das Eisen wiegt ?


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 Betreff des Beitrags: Re: Humus in der Presse
BeitragVerfasst: So 19. Jun 2011, 08:31 
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Registriert: Sa 31. Jul 2010, 20:22
Beiträge: 600
Winfried hat geschrieben:
Was ich aber fordere ist die Entfernung des Begriffs "Humus" aus den ganzen Bilanzen...


Nicht fordern - sondern machen. Bedeutet: 1) Eine Bilanzierungsmethode entwickeln und 2) den Verfassern der VDLUFA-Richtlinie zukommen lassen.

Seien wir froh, daß es überhaupt eine solche Humusbilanz gibt - ohne sie, sähe es noch viel schlimmer aus auf den Feldern.

Gern können und sollten wir hier zusammen eine Bilanzierungsmethode entwickeln.

Gruß
Bernhard

PS: Hier die direkten Links:
http://www.liz-online.de/gi/dueng/humusbilanz_r.pdf
http://www.liz-online.de/gi/dueng/Humus ... bilanz.htm


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 Betreff des Beitrags: Re: Humus in der Presse
BeitragVerfasst: So 19. Jun 2011, 10:14 
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Registriert: Mi 10. Nov 2010, 15:38
Beiträge: 98
Wohnort: BRD
eine Bilanzierungsmethode entwickeln! JA aber eine lebendige.
meine ist einfach ein Grabegabel und wachen Augen... die regenwurmer die da oder nicht da sind sagen schon so viel. auch die farbe des bodens...

brauche ich diese C und Fe Bezeichnung? nein, das sind hirngespinnsten von agrar-diplom-ingenieure,
diese agrar-Philister, wie die Hohenpriester die Jesus aus den Tempel herausgejagt haben.

- ohne sie, sähe es noch viel schlimmer aus auf den Feldern.

aber sieht das nicht schon schlecht genug aus??? im Beitrag von rbb wurde in drei Woerter die landw. Praxis beschrieben: pfluegen, eggen, drillen. das ist schrecklich genug. die zwei grossen Mythen der Landwirtschaft sind der PFLUG und das UNKRAUT.


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 Betreff des Beitrags: Re: Humus in der Presse
BeitragVerfasst: So 19. Jun 2011, 16:15 
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Registriert: Sa 31. Jul 2010, 20:22
Beiträge: 600
Da hast Du schon Recht. Mit einem wachen Verstand und den Händen im Boden benötigt kein Bodenwirt weder Mikroskop noch Softwarelösungen.

Doch das ist das Ideal. Das Optimale befindet sich irgendwo in der Mitte zwischem dem Ideal und der Situation. Vielleicht kann man eine Bilanzierungsmethode entwickeln, bei der alle Sinne gefragt sind.

Die Neuseeländer sind da schon weiter mit ihrem "Visual Soil Assessment". Siehe:

http://www.landcareresearch.co.nz/resea ... ailability

Warum können wir so etwas nicht?

Es ist eine gute Methode. Ich habe sie von einem Neuseeländer in Österreich erklärt bekommen und nutze sie selbst seither, um Böden einzuschätzen.

Freundliche Grüße
Bernhard
Bernhard


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 Betreff des Beitrags: Re: Humus in der Presse
BeitragVerfasst: Do 23. Jun 2011, 20:24 
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Registriert: Sa 31. Jul 2010, 20:22
Beiträge: 600
DLG-Pflanzenbautagung in Bernburg Humus ist "Megathema" für Landwirte und ...
"Humus ist ein Megathema", betonte Carl-Albrecht Bartmer, Präsident der
DLG Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft. Deutlich sichtbar werde das
gerade in diesem Jahr nach monsunartigem Herbst und Frühjahrstrockenheit.
Am Standort Bernburg-Strenzfeld ...
http://www.volksstimme.de/vsm/nachricht ... nt=2045808


Erste DLG-Tagung in Bernburg: Humusbilanzierung ist unsicher
Musste es auch nicht auf der DLG-Pflanzenbautagung an dem neuen Standort
des Vereins, wo es hieß: Humus ist Gold wert. Im Herbst 2010 erwarb die
Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) mit Hauptsitz in Frankfurt am
Main für 8,9 Millionen Euro rund ...
http://www.suite101.de/content/erste-dl ... er-a116130


FVH Förderverband Humus e.V. | WISSENSCHAFTLICHER BEIRAT. Stand 05.2011
10. Ansprechpartner. Mobil | Telefon | Fax | Email. Prof. Baumann ...
http://www.fvh-humus.de/downloads/FVH-Beirat2011.pdf


Brüning Gruppe - Bark humus
Bark humus is bark which has been composted with the addition of urea. It
acts as a fertilizer, promotes microbe activity, and improves soil water
http://bruening-euromulch.de/index.php/en/bark-humus


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 Betreff des Beitrags: Re: Humus in der Presse
BeitragVerfasst: So 26. Jun 2011, 18:42 
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Registriert: Sa 31. Jul 2010, 20:22
Beiträge: 600
http://www.journalmed.de/newsview.php?id=34448

*Ohne Bienen droht ein Mangel an pflanzlichen Vitaminen und Mineralien
Zitat:
Welche Auswirkungen hat das Bienensterben auf eine gesunde Welternährung? Antwort auf diese Frage geben jetzt wissenschaftliche Untersuchungen der Leuphana Universität Lüneburg. Professorin Alexandra-Maria Klein hat zusammen mit Kolleginnen der Freien Universität Berlin und der Universitäten in Berkeley und San Francisco eine international publizierte Studie vorgelegt. Sie weist erstmals nach, dass Kulturpflanzen mit dem höchsten Anteil an Fetten und Vitaminen A, C und E sowie einem hohen Anteil an Calcium, Fluorid und Eisen besonders von der Bestäubung durch Tiere profitieren. Entstehen Bestäubungsdefizite, wirkt sich das unmittelbar auf die Qualität der menschlichen Ernährung aus.


"Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass negative Folgen für die menschliche Gesundheit drohen, wenn die Anzahl bestäubender Tiere weiter abnimmt. Die Wissenschaftler schätzen, dass dann insgesamt bis zu 40% einiger durch Pflanzen bereitgestellter, essentieller Nährstoffe verloren gehen könnten."

http://dx.plos.org/10.1371/journal.pone.0021363 = Originalartikel
Quelle: Leuphana Universität Lüneburg

Ohne Bienen kein Humus, ohne Humus keine Bienen.

Wer den Lauf des Lebens stört, zerstört es.

q.e.d.
Bernhard


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